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Jos Rinck & die Tonkünstler

- eine der verrücktesten Bands der Welt.
Wer sonst würde wohl auf die Idee kommen, Sufimusik mit „Everybody must get stoned“
von Bob Dylan zu kombinieren, das Ganze unterlegt mit einem Prelude von Sergej Rachmaninoff um dann mitten im Stück das Ende der Welt zu verkünden?
Die 7. Sonate für Klavier von Sergej Prokofieff original gespielt und trotzdem „funky“, kein Problem für die vier Musiker.

Oder ein Liebeslied hinreißend bluesig gesungen, jedoch der Text ist dem Tractatus logico philosophicus von Ludwig Wittgenstein entnommen.
Passt nicht zusammen?
Klingt elitär?
Publikum und Presse meinen das Gegenteil (siehe Pressekritiken).
Bekannte Musikstücke, Formen und Texte werden, oft assoziativ, zusammen gesetzt und bekommen dadurch neue Bedeutung.

Die Gruppe ist 1998 um den Flötisten Jos Rinck (der schon der legendären Gruppe „Frankfurter Kurorchester“ zu musikalischen Höhenflügen verhalf) entstanden. Alle Mitglieder haben einen klassischen Background, profilierten sich aber auch in den verschiedensten Musikrichtungen. Durch das Zusammenfügen dieses reichhaltigen Potentials entsteht eine neuartige Interpretations- und Improvisationsform: Elemente aus Klassik, Jazz, hip-hop, Philosophie, Pop, Avantgarde werden so speziell, kunstvoll und manchmal abenteuerlich übereinandergeschichtet, dass neue Kompositionen entstehen. Jos Rinck nennt diese Arbeitsweise „Das Prinzip der erweiterten Interpretation“.

Mittels dieses Kunstgriffs ist den vier Tonkünstlern der Spagat zwischen absolut neuer Konzertform und allgemeiner Verständlichkeit gelungen.